Gespenster-Krimi Nr. 98: Bruderschaft des Satans
Urplötzlich war das Gewitter vorbei. Die Luft - vorher feucht und
drückend - wurde wieder rein und klar. Millionen von Sternen funkelten
am samtenen Nachthimmel. Ein frischer Wind wehte über das Land. Roger
Moulin trat vor die Tür seines Hauses. Er reckte beide Armen, atmete
die herrlich frische Nachtluft ein. Seine Augen blickten über das mit
silbrigem Mondschein übergossene Land. Das Laub der Bäume glänzte
naß. Wassertropfen fielen in unregelmäßigen Abständen
zu Boden. Plötzlich hielt Moulin mitten in der Bewegung inne. Ein
krächzender Laut drang aus seinem halbgeöffneten Mund. Magisch
wurde sein Blick von dem alten Kloster oben auf den Felsen angezogen. Ein
unwirkliches, rötlich schimmerndes Licht schwebte über den dicken
Mauern. Und dann hörte Moulin den Gesang. Der Gesang der Teufelsmönche
...
von Jason Dark, erschienen am 29.07.1975, Titelbild: Rafael Lopez Espi
Rezension von
Easy:
Kurzbeschreibung:
In einem Kloster bei Billon leben Teufelsmönche, die die Gegend
terrorisieren. Der Bürgermeister verständigt John. Von ihm
erfährt John auch, dass die Mönche nur durch den Kelch des Feuers
vernichtet werden können. In Schottland töten sie die
Dämonenwächter des Kelches und nehmen ihn an sich. Sie fahren nach
Billon und vernichten mit dem Kelch des Feuers die Teufelsmönche.
Meinung:
Wer hätte zu der damaligen Zeit ahnen können, dass dieser Roman
der Grundstein für die Templer-Reihe sein würde? Wohl kaum jemand,
denn bei der dünnen Story hat garantiert keiner damit gerechnet, dass
sich JD noch einmal mit dem Kelch des Feuers beschäftigen würde.
Was ja auch der Fall war, zumindest für die nächsten 140 Romane,
bis der Kelch zum ersten Mal wieder einen kleinen Gastauftritt bekam. Kurz
gesagt, diesen Roman kann man sich eigentlich schenken. Gerade im Vergleich
zu dem Supergegner Dr. Tod wirken die Teufelsmönche geradezu lachhaft.
Zudem hat JD in dieser Phase die Leser ziemlich häufig schon mit seinen
Sekten-Storys zum Gähnen gebracht. Wenn der Kelch des Feuers nicht
später noch eine große Rolle spielen würde, könnte man
diesen Roman unter "kannst vergessen" abheften
Besonderheiten:
John findet den Kelch des Feuers
0 von 5 möglichen Kreuzen:

Kommentare zum Cover:
Wunderbar düster mit drei Mordgeistern, die zwar so gar nicht nach
Mönchen aussehen, aber dennoch ihre furchteinflößende Wirkung
nicht verfehlen.
Coverbewertung:

Dieser Roman erschien in der zweiten Auflage von John Sinclair als Nr. 20
mit einem anderen Titelbild:
Und dieses Titelbild der zweiten Auflage gab es auch schon einmal auf einem
Gespenster-Krimi, allerdings nicht auf einem Jason Dark Roman, sondern auf
einem Frederic Collins Roman mit dem Titel "Die Geisterkiller":
Dieser Roman erschien in der vierten Auflage von John Sinclair als Nr. 20
mit einem anderen Titelbild:
Ein weiterer Zusatzhinweis kommt von Michael Schick:
Das Titelbild des Gespenster-Krimis wurde auch auf dem spanischen Comic FANTOM
Nr. 4 verwendet: